WEBLOG ÜBER CAFÉS, KAFFEE UND KAFFEEVERWANDTE ORTE UND PRODUKTE.

Montag, April 11, 2005

Schokolade für Hippochonder

Sonntag, April 10, 2005

Godshorner Röstkontor


Godshorner Röstkontor. Kaffee, Kuchen, Frühstück. Bahnhof Schwarm-
stedt. Mo-Fr: 7.30 bis 18 Uhr. Sa/So: 9-18 Uhr.

Montag, April 04, 2005

Die Einsamkeit der Kaffeetante

Normalerweise bin ich keine Freundin des meerfernen Einsatzes von Strandkörben. Und ich bin auch keine ausgesprochene Freundin von einsamen Cafébesuchen - Kaffeetanten sind immer mindestens zu zweit. (Da sitzt man dann alleine an einem Tisch. Auf dem Präsentierteller, denn die Ecken sind meistens schon belegt. Weiß nicht so recht, wohin mit seinem Blick und mit den Händen. Alle gucken - denkt man - und denken: "Ach, die Arme. Sitzt da ganz alleine. Wurde wohl versetzt." Und später dann: "Wollte wohl keiner mit ihr Kaffee trinken gehen." Auf die Idee, dass man da einfach alleine sitzt, weil man gerne mit sich alleine ist, kommen die wenigsten. Ist ja auch ein bisschen verschroben. Ich bin mir selbst genug und so. Und man selber denkt: "Hach, hoffentlich kommt keiner vorbei, den ich kenne und sieht mich hier alleine sitzen. Der denkt dann, was sitzt die hier rum? Hat die nichts zu tun? Hat wohl keinen Job, die Arme.) In Kombination wird allerdings doch noch ein Schuh draus.
Denn die Einsamkeit im Café verwandelt sich im strandfernen Strandkorb in Alleinsein, in Geborgenheit, in Wohlgefühl. Einen Cappucino auf dem Abstellbrettchen und eine Zigarette in der Hand. Moment. Ich rauche doch gar nicht. Dann eben ein Buch. Keiner sieht einen. Nicht mal die Bedienung. Deshalb kommt der Cappucino mit einiger Verspätung. Nebenbei streicht noch der Wind um den Korb, Fallen klappern gegen dünne Jollenmasten, der Maschsee plätschert unter den Füßen und die Frühlingssonne wärmt die Knie. Und dann Sätze lesen wie diesen:
"Manchmal bietet sich an, nicht nur darüber zu schweigen, wovon man nicht sprechen kann, sondern auch zu schweigen, wenn sich eine noch so berechtigte Aussage schlichtweg nicht lohnt."

Freitag, April 01, 2005

Skånska Hembageriet in Halmstad


Ich kann mich nicht mehr genau erinnern, was so super war, als ich das letzte Mal in der Skånska Hembageriet in Halmstad war – Weihnachten vor fünf Jahren. Als ich allerdings in der Bäckerei vorm Tresen stehe, um zu bestellen - hier ist självservering wie überall in Schweden - sehe ich sie:
Sie sind rund, samtig und weiß und erinnern irgendwie an Brüste. In Amadeus (Milos Forman, USA 1984) darf Constanze Mozart so ähnliche Dinger essen. Während die Kamera ihr wohlgeformtes Dekoltée in den Bildmittelpunkt rückt. Immer, wenn ich diesen Film gesehen habe, habe ich mir gewünscht, dass ich diese Dinger mal probieren darf. Zum Glück gibt es heute Google, und ich weiß endlich wieder, wie sie heißen:
Capezzole di Venere. Auf Deutsch etwas weniger explizit Venusbrüstchen.
Keine Ahnung, ob die Füllung in Halmstad authentisch ist. Den hier fehlen außerdem die Kirschnippel, die die Venusbrustwarze perfekt machen würden. Aber das ist richtiggehend wumpe. Denn diese Teile sind viel größer als im Film und außerdem tausendmal besser als in meiner Erinnerung.
Als Zweitteilchen noch einen Orangentrüffel hinterher, der sich auch nicht verstecken muss und für meine Gesellschaft ein Stück schwedische Haselnusstorte mit ganz viel Schokolade.

Skånska Hembageriet, Storgatan 40, Ecke Bankgatan, Halmstad, Schweden.